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Verborgene Buchten, unberührte Strände im Morgenlicht, kristallklares Wasser, auf dessen Grund die farbigen Kiesel schimmern, Pinien, die sich auf den Klippen der Steilküste in den Böen des warmen Windes wiegen. Blau und golden blitzt der Widerschein des Sonnenlichts vom Wasser durch ihr dunkles Geäst.
Seit Jahrtausenden unverändert scheint das Leben der Menschen an diesen Küsten in Griechenland. Wie einst die kretischen Seefahrer, so steuern die Kapitäne der kleinen hölzernen Motorschiffe von Insel zu Insel. Wie Generationen vor ihnen richten sie sich nach den gleichen Landmarken.
Der Wind trägt den Duft von Rosmarin und Thymian weit aufs Meer hinaus. Sie gehören zur ursprünglichen Vegetation Griechenlands, genauso wie der Olivenbaum. Verschwunden sind dagegen die immergrünen Wälder aus Stein- und Korkeichen. An ihrer Stelle wachsen Mandel-, Zitronen- und Olivenbaum, Bougainvillea, Agave und Feigenkaktus, die untrennbar zu unserem Bild vom Mittelmeer gehören.
Griechenland, das sind tausend Inseln und mehr, die größten von ihnen fast kleine Kontinente, die kleinsten Brückenpfeiler von Küste zu Küste. Einige von ihnen haben große Bedeutung gehabt, andere blieben lange Zeit abseits vom Strom der Ereignisse. Viel von dem, was heute den Zauber Griechenlands ausmacht, wurde von großer Geschichte geprägt und von ihr wieder vergessen.
Doch wenn die Plejaden am mitternächtlichen Himmel stehen, kann man noch immer von den Helden vergangener Tage träumen.
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