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Hawaii
Hawaii - Inseln aus Feuer geboren
“Fasten your seatbelt”, das Flugzeug setzt zum Landeanflug auf dem Internationalen Airport Honolulu an. Nachdem man den Weg vom Terminal durch die Pass- und Zollkontrollen durchschritten hat, begleiten einem einschlägige Potpourris aus sanften Hula-Klängen. Das riesige Aloha- Schild, "Welcome to Hawaii" sticht ins Auge und Blumenmädchen hängen den Gästen bunte, duftende Frangipani- Jasmin- und Hibiskus-Lei´s um den Hals. Der Eintritt ins Paradies und in den 50. amerikansichen Bundesstaat ist geschafft. Die Müdigkeit und Steifheit eines langen Fluges ist plötzlich gewichen und Neugierde nach dem Besonderen macht sich breit. Aloha drückt die Achtung vor allem Lebendigen aus und beschwört Mana, die Kraft und den Geist des Lebens herauf. Schon die alten Hawaiianer benutzten Aloha zum Gruß, aber auch, um sich zu bedanken oder sich untereinander Wertschätzung, Liebe, Treue und Zuneigung zuzusichern. Klischeevorstellungen über Hawaii, mit denen wir als Kinder aufgewachsen sind, wenn wir uns “Verdammt in alle Ewigkeit” im Kino anschauten, oder Bücher von Robert L. Stevenson, James A. Michener und Jack London durchschmökerten und vom Hula träumten, der von kaffeebraunen Blumenmädchen unter Palmen dargeboten wird, sind fast nicht mehr greifbar. Heute denkt man schon eher an die meterhohen Wellen, auf denen Surfer ihr Glück versuchen, an die landschaftlichen Schönheiten, an das ganzjährig milde Klima, an Ruhe und Einsamkeit, Abenteuer und Expeditionslust, eine reissende Flussfahrt, ein Bad unter einem riesigen Wasserfall oder Helikopterflüge durch die unwegsamen Canyons. Obwohl Hawaii zwar in den Topf der geographisch viel südlicher liegenden Südsee-Inseln geworfen wird, die Landschaften gewisse Ähnlichkeiten aufzeigen und die Ureinwohner zweifellos aus Polynesien kommen, hat sich dennoch in den letzten 150 Jahren ein Bild einer multinationalen Gesellschaft auf den Inseln gebildet, eine Mischung aus Polynesien, Asien und Amerika. Es kann deshalb mit den herkömmlichen Südsee-Inseln nicht verglichen werden, da es einen ganz eigenständigen Charakter aufweist - eben Hawaii. Man kann diesen Charakter kaum beschreiben - man muß ihn einfach erleben. Der Inselstaat setzt sich aus acht großen und über 100 kleinen Inseln zusammen. Die insgesamt 2.500 km lange Inselkette (einschließlich der flachen Inseln der Nordwestgruppe) weisen eine Gesamtlandfläche von 16.600 km auf. Zu den bekannten Inseln zählen: Oahu - the gathering Place, was soviel wie Sammelplatz bedeutet. Hier befindet sich der internationale Flughafen im Süden und der wohl bekanntesten Stadt Honolulu, sowie dem seit dem Zweiten Weltkrieg bekannten Hafen Pearl Harbour im Westen, den oft 10-12 Meter hohen Wellen an der Nordküste, seinen Ananasfeldern im Inneren und seiner bezaubernden Küstenstraße im Osten. Maui - die Blumen-und Garteninsel mit dem weithin sichtbaren Kratergipfel Haleakala dem Haus der Sonne. Hier gilt nach wie vor das oberste Inselgebot “ hang loose “. Kauai, mit seinen zerklüfteten Canyons, Schluchten und Urwald, welches wir im Film Jurassica Park erkennen konnten. Big Island, mit 10.500 km² die größte aber auch die jüngste der Hawaii-Inseln. Der europäische Entdecker James Cook hatte hier nicht nur seinen intensivsten Kontakt zu den Einheimischen, sondern fand hier auch auf seiner dritten Reise in der Kealakekua Bay seinen Tod, als er von aufgebrachten Insulanern erschlagen wurde. Von hier aus eroberte auch der spätere König des Inselreiches Kamehameha I. sein hawaianisches Reich und auch die Missionierung begann hier. Der weltbeste Triathlon und die Beobachtung des Weltalls mit riesigen Teleskopen findet hier statt. Auch die weltgrößten Berge Mauna Kea 4.248 m und Mauna Loa 4.240 m, die insgesamt über 9.000 m vom Meeresboden aufragen, befinden sich auf dieser Insel. Molokai - die freundliche Insel inmitten des Hawaiiarchipels, die durch Ihre Lepra-Station, Pater Damien, Mark Twain und Robert L. Stevenson bekannt wurde. Lanai - die private Insel, die heute die größte Ananasplantage der Welt vorweist. Kahoolawe - the lonely Island, auf Sichtweite von Maui gelegen und früher als Bombenabwurfplatz des Miliärs oder als ehemalige Strafkolonie genutzt und heute eine vom Staat wegen des Holzbestandes geschützte Insel darstellt, sowie Niihau, neben Kauai gelegen und seit 1884 im Privatbesitz vom Robinson Clan.
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